Gegen Pythagoras
Einige Tage später fanden wir uns bei Steve Albini im Studio ein, um „Slapping Pythagoras“ aufzunehmen, Conrads erstes Studioalbum nach mehr als 20 Jahren.
Wenn sich in I like to hang my head ein spaciges Keyboard zum Slap-Bass gesellt oder die Akustikgitarren sich in Wonderful Dreaming wie bei Jack Johnson ergänzen, ist das einfach netter, zeitgemäßer Konsenspop.
In den Siebzigern, mit seiner eigenen Band Graham Central Station, verlegte er sich dann auf den SlapBass, einen hinterhältig schmatzenden Anschlag - jahrzehntelang verpönt -, der sich in den Händen von Graham aber ganz fürsorglich, fast zärtlich anfühlt.
Ronda Smith am Bass wechselt zwischen elektrifizierten und akustischen Instrumenten, schärft ihr Spiel durch elektronische Modulationen und weiche Verzerrungen an und fühlt sich beim peitschenden „Slapping“ in einem Funk-Groove-Titel wie „Why Give It Away“ ganz zu Hause.
Zu einem weiteren Markenzeichen des frühen Jazz gehörte auch das slapping des Kontrabasses, womit man das klatschende Geräusch bezeichnet, das beim Anreißen der jeweiligen Saite bei gleichzeitigem Aufschlagen auf das Griffbrett entsteht.Auch in Deutschland wurde man heiß auf Jazz.
In den 1940er Jahren spielt er den perkussiven Slap-Bass als Sideman für schmalzige Tenorsaxofonisten, röhrende Rhythm-and-Blues-Sänger_innen und temporeiche Bebop-Combos, sein Stück „Mingus Fingus“ arrangiert er erstmals für die Big Band des Vibrafonisten Lionel Hampton mit wuchtigem Bläserapparat und einem schelmischen Groove, den er schon deutlich als Walking Bass artikuliert.
Heute vor einem Jahr: 25.4.2025 Das DSO Berlin gibt bekannt, dass Kazuki Yamada ab der Saison 2026/2027 neuer Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Orchesters wird.