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Sarabande  aus: WORLDS OF MUSIC

"50 Männer und Frauen, Kastagnetten schnalzend, meist in Rückwärtsbewegungen mit lächerlichen Verrenkungen des Leibes, der Hände, der Füße..." (Schweizer Arzt auf der Durchreise, Barcelona 1599)

[frz. auch span. Zarabanda]

Der Tanz im Dreiertakt entstand im 16. Jahrhundert in Andalusien (Spanien) oder Mexiko (wo sie 1569 auf einem Fronleichnamsfest getanzt und gesungen wurde). Begleitinstrumente sind Kastagnetten und Tamburine. Der Name Sarabande geht möglicherweise auf die Flöte "Zarabande" aus Guatemala zurück.

Die spanische Inquisition verbot die Sarabande 1583, Pater Mariana hielt ihre Auswirkungen in seinem Buch "De Spectaculis" für schlimmer als die der Pest. In geglätteter Form wurde der Tanz 1618 Hoftanz in Spanien, 1625 führte Kardinal Richelieu ihn am französischen Hof ein. Um 1650 wird die Sarabande fester Bestandteil der barocken Suite. Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Corelli u.a. verfassten Instrumentalwerke in dieser Form. Im 20. Jahrhundert komponieren Debussy, Satie und Stravinsky konzertante Sarabanden. Jon Lord spielte 1975 mit der Philharmonia Hungarica unter Eberhard Schoener ein Baroque Rock-Album mit dem Titel "Sarabande" ein.


Zeittafel (3)

1583Die spanische Inquisition verbietet die Sarabande.
1618Die Sarabande wird Hoftanz in Spanien.
1625Kardinal Richelieu führt die Sarabande am französischen Hof ein.

Kontext

Barock | Baroque Rock | Corelli,Arcangelo | Egmont (Schauspielmusik) | Höfischer Tanz | Kastagnetten | Komposition | Konzert (Form) | Lord,Jon | Mexiko | Philharmonia Hungarica | Satie,Erik | Schoener,Eberhard | Schreittanz | Schweiz | Simple Symphony | Spanien | Strawinski,Igor | Suite | Tanz |

Kategorie "Sarabande"

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