Elton Johns Tribut an PrinzessinDiana
Wenn Worte versagen, spricht die Musik: Bei Dianas Trauerfeier sang der Brite die in "Goodbye England’s Rose" umgedichtete Ballade und rührte Millionen von Menschen zu Tränen.
Und in der Tat ist der - so Piano-Kollege Dave McKenna - „schwergewichtige Champion von Mainstream wie Modern Jazz“ so präsent wie sonst nur Glamour-Stars von Liz Taylor bis - Gott hab‘ sie selig - LadyDi: Über nur wenige andere Musiker ist auch außerhalb der reinen Jazz-Berichterstattung und der klassischen Feuilletons so viel in Zeitungen und Zeitschriften geschrieben worden wie über ihn, der Cartoonist Toni Munzlinger zeichnete ihn einst mit ironischer Verehrung als einen in einem Ozean aus Pianotasten schwimmenden Pottwal, und für Woody Allen schließlich war es in „Spiel‘s noch einmal, Sam“ Schicksals- und Gewissens-Frage in einem, ob er beim Damen-Besuch mit Béla Bartóks Streichquartett No.
Und für nen Zwanziger mehr kriegt man mit der Deluxe-Ausgabe auch noch eine Konzert-DVD, Michael Jackson live in Wembley 1988, ein grobkörniges Dokument, mit LadyDi und Prinz Charles im Publikum: Selbst als Royal war man damals Jackson-Fan.
In Alan Moores Roman „Jerusalem“ (2016) kommt eine drogenabhängige Prostituierte vor, deren großer Lebenstrost Phantasien über die verstorbene Princess of Wales sind, jene Lady DianaSpencer, deren Requiem Elton Johns „Candle in the Wind“ (1973) war, ein ursprünglich Marilyn Monroe gewidmeter Regenwindschmachtklassiker.
War Larraíns letztes Biopic "Spencer" über LadyDi ein frischer, gegen den Strich gebürsteter Blick auf eine zu Tode fotografierte Ikone, steht "Maria" seiner Hauptfigur sehr viel ehrfürchtiger gegenüber.