Seine Diskographie umfasst mehr als hundert vollständige Aufnahmen, ein Dutzend Recitals und Duett-Platten, überdies Tangos und Lieder vom Broadway, Operetten und Schnulzen.
Wenn er als lebende Musicbox Songs spielte, die so ähnlich waren wie die Blueshits jener Tage, wird es das Publikum ebenso erfreut haben wie die Hits, die er ebenfalls im Repertoire hatte, Schnulzen und Countrysongs wie „Yes Sir, That’s My Baby“, „
Latifahs Seele jedenfalls sucht man zwischen Schnulzen a la "Georgia Rose" - mit Stevie Wonder an der Mundharmonika - , dem Sektkracher "I Love Being Here With You" oder einer harmlos plätschernden Neueinspielung von Smokey Robinsons "What Love Has Joined Together" vergeblich.
Und wie jeder perfekte Entertainer wanderten sie zwischen den Welten, wechselten zwischen Schnulze und Blues, adelten Schlager mit Jazz und riskierten bei Blue Note leichte Noten - was es Paul Kuhn nicht immer leicht machte: Als 1954 sein süffisantes „Ge’m Se dem Mann am Klavier noch’n Bier“ in die deutsche Hitparade schnellte, geriet die Jazzkarriere, die man dem achtzehnjährigen Pianisten und Sänger 1946 in Wiesbadener GI-Klubs prophezeit hatte, außer Sicht.
Mit ihrem Hit „Wildest Moments“ wagt sie sich gekonnt an die Grenzen der erträglichen Schnulze, beim eher schattigen „No To Love“ wiederholt sie immerzu hypnotisch dieselbe Kernfrage eines jeden Liebeslieds: Wer verweigert sich ihr schon?