Erstaunlich ist jedoch, daß zu einer Zeit, da in Deutschland HermannHesse seinen Steppenwolf von den Alternativen Narkotikum, Musik und meditativer Kult probieren ließ, zu einer Zeit, da in Frankreich eine Gruppe von Künstlern die surreale Revolution über den Umweg des Rausches und Schocks auszulösen suchte, daß also zur selben Zeit in Griechenland eine Gruppe von ungebildeten Leuten ihren blinden Protest gegen die Gesellschaft durch anderes Verhalten, Kleiden, Sprechen und besonders durch die Flucht in den Rausch der Droge und der Musik dokumentierte.
Wie so viele andere bekennt er sich treuherzig zu seinem Erweckungserlebnis, der Lektüre von HermannHesse; in dessen Geburtsstadt Calw gründet Lindenberg eine Stiftung, die junge Texter und Musiker fördert, »um neue Wege gegen das Mitmarschieren in der Masse zu suchen, provokant zu schreiben und sich nicht anzupassen an Mainstream und Casting-Wettbewerbe«.
Vielleicht macht gerade das den unverwechselbaren Cat-Stevens-Sound aus: ein spirituelles Heimweh, das Gefühl, wie auf einer Pilgerreise zu sich selbst zu sein, oder um es mit dem prophetischen Buchtitel HermannHesses zu sagen: auf einer „Morgenlandfahrt“.
Giacinto Scelsi kennt den für unsere Meditationsadaptionen üblichen Esoterikkitsch nicht; so wenig HermannHesse wie Timothy Leary, reicht er keinem Rezipienten einen Finger, geschweige denn die Hand.