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Floria "Croft" Tosca
Regisseurin Jette Steckel macht am TheaterBasel aus dem Pomp der Puccini-Oper "Tosca" Pop
Von Jörn Florian Fuchs
In ihrem Operndebüt haucht Jette Steckel Puccinis "Tosca" mit üppigen Bildideen in einem spektakulären Bühnenbild Frische ein.
Hierin folgt er streng einem Modell, das Herbert Wernicke vor zwei Jahrzehnten für das TheaterBasel entwickelte: Da mussten es die Erben der Schlossherren von anno damals von Anfang bis Ende miteinander aushalten und Zerlinas Verlobter Masetto, der die gleiche Stimmlage aufweist wie der Komtur, schlüpft am Ende die Rolle des Steinernen Gastes, der die Rache an jenem Mann vollstreckt, den die Frauen zugleich lieben und hassen und auf den sich der Sexualneid der Männer fokussiert.
Am TheaterBasel hat Knut Jensen dann auch in den 90er-Jahren die Sängerin Silvia Buonvicini kennengelernt, mit der er bis heute experimentelle Popmusik veröffentlicht: Als "Knut & Silvy" zitieren sie aus der Musikgeschichte: Im Stück "Killer Bee" tauchen zum Beispiel Beatles-Harmonien auf.
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