Mit dieser Experimentierlust, der Lo-Fi-Ästhetik und dem überwiegend sanften Sound mit Funk- und Diskoanleihen erinnert Jaakko Eino Kalevi auch ein wenig an ArielPink.
Aus der Gegenwart sind natürlich auch alle möglichen prominenten Personen dabei beteiligt, deren kulturelle Bandbreite von dem Kanye-West-Schützling Big Sean bis zu dem immer schon fürs Bunte im Indie-Pop zuständigen ArielPink reicht.
dann darf auch noch der kalifornische Weirdo-vom-Dienst ArielPink vorbeischauen, der seit Längerem um sich selbst kreisenden Lo-Fi-Leerlauf-Zitat-Pop produziert und in den letzten Jahren hauptsächlich mit dämlichen Aussagen über Frauen aufgefallen ist.
Holter, die sich auf früheren Alben konzeptuell der griechischen Tragödie und der Interpretation des Fünfzigerjahre-Musicals "Gigi" widmete, bleibt also vielschichtig und verbirgt zwischen ihren musikalischen Bluffs auch die wahre Natur ihrer Texte: Worum es wirklich geht in ihren mit lieblichster, sehnender Stimme vorgetragenen Miniaturen, bleibt zum großen Teil opak, auch wenn Produzent und Ariel-Pink-Kumpel Cole M. Greif-Neill Holters Gesang extra noch einmal herauspolierte und in den Vordergrund spielte.