Ihre zündenden melodischen Einfälle, die vitale Rhythmik und die glänzende Instrumentation hatten ihren Ursprung im dicken Lehrbuch Joseph Schillingers.
Zeitzeuge Kurt London schildert den Arbeitsablauf eines Filmillustrators: Betrachten des Films, um einen Eindruck von Inhalt und Form zu bekommen; Stoppen der Dauer der Szenen, die er nach musikalischen Gesichtspunkten aufteilt; Auswahl der Musikstücke nach stilistischen und dramaturgischen Gesichtspunkten und ihre Bearbeitung und Anpassung an den Film; Komposition von Überleitungen; Instrumentierung der Musik für das jeweilige Ensemble.
In seinen Fragment gebliebenen «Grundlagen der Instrumentation» betont Rimsky zu Recht: «Instrumentation ist ein Teil der wirklichen Seele des Werkes.»
Makellose Instrumentierung
Der swingende Country von „Collide“ hätte wohl auch ohne Bob Seger am Klavier geklungen wie dessen Aufnahmen im Studio von Muscle Shoals, Alabama.
Und auch die Instrumentierung (afro-kubanische Trommeln und karibische Blasinstrumente) mancher Werke blieb von dieser Reise nicht unbeeinflusst (z.B.:
Werden in Europa längst hochspezialisierte historische Instrumente nachgebaut, so bleiben derartige Konstruktionen in der Türkei derzeit noch weitgehend spekulativ - von Fragen der Interpretation, Intonation, Verzierung, Tempi oder Instrumentierung ganz zu schweigen.
Hinzu kommt eine sehr feinsinnige Instrumentierung, die ebenfalls alle Möglichkeiten der Zeit von Wagner, über Mahler und Strauss bis zu Berg, fantasievoll zu Nutzen versteht.
Man sich kann aus heutiger Sicht nur mit Grausen vorstellen, welche Beugungen, Abwandlungen, Kürzungen, Harmonisierungen und Instrumentierungen das Werk in seiner Geschichte erfahren hat.