Heroes
Prince, Roger Willemsen, David Bowie, MuhammadAli, George Michael, Papa Wemba - sie alle sind verbunden, nicht nur weil sie 2016 gestorben sind.
Auch ihr amerikanisches Comeback als Sängerin ist mit einem politischen Ereignis verbunden: Im Herbst 1974 trat Miriam Makeba gemeinsam mit B.B.King, James Brown und den Crusaders beim weltweit übertragenen Boxkampf zwischen George Foreman und MuhammadAli in Kinshasa auf.
Vietnam war das Thema, und wie vor ihr MuhammadAli, der als größter Boxer aller Zeiten den Kriegsdienst in Asien mit dem Hinweis verweigerte, er habe persönlich keine Probleme mit dem Vietcong, und daraufhin mit einer sportlichen Sperre bestraft wurde, wie dieser Mann machte auch die Kitt ihren Mund auf und fragte lautstark in die Runde, wann denn endlich all die Jungs und Männer aus dem Kriegseinsatz in Vietnam nach Hause kämen, es seien doch schon genug gestorben für nichts und wieder nichts.
Sommer 1964 - als die USA noch einmal Hoffnung schöpften
Ashley Kahn breitet das Szenario aus, in das A Love Supreme eintrat, Bob Dylan behauptet The Times They Are A-Changing, Sam Cooke singt Change Is Gonna Come, im Juli wird das Bürgerrechtsgesetz von Lyndon B. Johnson unterzeichnet, im Oktober erhält Martin Luther King den Friedensnobelpreis, CassiusClay wird Boxweltmeister, und Vietnam ist im Bewusstsein Amerikas noch ein kleiner Unruheherd in Südostasien.
Tonart | Beitrag vom 04.07.2017
Die Rhythmen des "Rumble in the Jungle"
Tage voller Musik und Kämpfe
Von Thorsten Bednarz
Streng genommen war es die Begleitung zu einem Boxspektakel: Im Oktober ’74 boxten in Zaires Hauptstadt Kinshasa George Foreman und MuhammadAli.