Jazz
Trompeten statt Drohnen
DizzyGillespie, Louis Armstrong und andere Jazz-Musiker aus den USA sollten nach 1945 helfen, den Kalten Krieg im Nahen Osten und andernorts zu gewinnen.
Ein geheimer Held der alternativen Historiker ist der Afroamerikaner DizzyGillespie, Menschenfreund und genialer Musiker, feinsinniger Kämpfer gegen den Rassenhass und einer der Heiligen des Jazz.
Er lud Peterson noch am selben Abend ein, im Rahmen der berühmten Reihe „Jazz At The Philharmonic“ an der Seite von zu einem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall an der Seite von Ray Brown, Charlie Parker, Lester Young und DizzyGillespie in der New Yorker Carnegie Hall aufzutreten - der Beginn einer steilen Karriere.
Nach dem jähen Ende von „Verve“ zunächst für längere Zeit ohne festen Plattenvertrag, veröffentlicht der Star-Pianist, der inzwischen auch an der School Of Jazz in New York lehrt und 1964 mit der „Canadian Suite“ auch sein Herz für die Komposition entdeckt, auf dem deutschen MPS-Label von „Hello Herbie“ über „Tracks“ bis hin zu „Tristeza On Piano“ eine ganze Reihe von fast ausnahmslos anspruchsvollen Platten, findet sich, nachdem Norman Granz mit „Pablo“ eine Zweitauflage von „Verve“ gegründet hat, erneut zu „Jazz At The Philharmonic“ ein, gibt 1972 auf dem Newport-Festival das erste von mehreren umjubelten Solo-Piano-Konzerten, nimmt in den 80ern mit Platten mit unter anderem Clark Terry, DizzyGillespie oder Freddie Hubbard die Tradition der „Meets“-Sessions wieder auf, stellt nebenbei in einer eigenen TV-Show selbst andere Jazz-Größen vor, und nachdem er nach einem Schlaganfall im Jahr 1994 mit unbeugsamer Willenskraft und eiserner Disziplin die Kraft beider Hände in nun einer allein bündelte, zitierte ihn die Nachrichtenagentur dpa zu seinem 75. Geburtstag am 15. August 2000 mit den Worten: „Ich werde spielen, bis ich vom Schemel falle“ - was Peterson denn auch wirklich sieben weitere Jahre bis zu seinem Tod am 23. Dezember 2007 mit unverminderter Spielfreude tat.