(auch "I puritani di Scozia", "Die Puritaner" oder "Die Puritaner von Schottland")
Die romantischeOper von Vincenzo Bellini wurde 1835 im Théâtre-Italien in Parisuraufgeführt und feierte noch im selben Jahr auch an der MailänderScala Erfolge. Die Handlung spielt in Plymouth während des englischen Bürgerkrieges. Der puritanische Heerführer Oliver Cromwell hatte die Streitkräfte der Königstreuen 1644 entscheidend geschlagen und den Monarchen Charles I. entmachtet. Als dessen Anhänger, die „Cavaliers“, sich 1648 erneut erheben, wird der König gefangengesetzt und ein Jahr später hingerichtet. I puritani zählt zu den meistgespielten Opern des Belcanto.
Kürzlich habe ein Kritiker über ihren Auftritt als Elvira in einer konzertanten Aufführung von Bellinis „IPuritani“ geschrieben: „Sie singt wunderschön, aber ich höre das Verrücktsein nicht in ihrer Stimme.“
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Ausgestorben geglaubter Sängertypus
Ein ausgestorben geglaubter Sängertypus war zurückgekehrt: der elegante, jünglingshafte romantische Tenor mit dem strahlenden und sexuell ambivalenten Klang des erotischen Knaben; der Sänger der schwärmerischen Empfindungen und der stratosphärischen Höhenflüge, in denen sich Arturo in Bellinis „IPuritani“ ergeht.
In den 1980er-Jahren gab es hier zwei bedeutende, auch auf CD festgehaltene Opernereignisse, die „Iphigénie en Tauride“ des hier geborenen Niccolò Piccinni, die seit der Pariser Uraufführung 1779 nie mehr aufgeführt worden war, und die neapolitanische Version von Vincenzo Bellinis „IPuritani“,