Tschaikowsky gilt als "russischster" aller russischen Komponisten, was vor allem im besonderen Einfluss russischerVolksmusik begründet liegt. Zeit seines Lebens litt Tschaikowsky unter Neurosen und unter seiner Homosexualität, die er u.a. durch eine Ehe mit einer Schülerin 1877 verdecken wollte. Die Umstände seines Todes sind bis heute unklar. Fest steht jedoch, dass die offiziell verbreitete These vom Tod durch choleraverseuchtes Wasser nach heutigem Stand der Forschung unhaltbar ist. Wahrscheinlicher ist ein - in Briefen mehrfach angekündigter - Suizid Tschaikowskys als Verzweiflungstat, da das Bekanntwerden eines intimen Verhänisses zu einem Adligen unmittelbar bevorstand.
TschaikowskysB-Moll-Klavierkonzert verkauft sich in der Interpretation von Van Cliburn mehr als eine Million Mal. Damit ist es die bis dahin erfolgreichste klassische Aufnahme.
"Ich spielte den ersten Satz. Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung - Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. Weiterhin Schweigen. ,Nun?‘ fragte ich, als ich mich vom Klavier erhob. Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Sanft zunächst, wie wenn er Kraft sammeln wollte, und schließlich ausbrechend mit der Gewalt des Jupiter Tonans. Mein Konzert sei wertlos, völlig unspielbar. Die Passagen seien so bruchstückhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär. Hier und da hätte ich von anderen stibitzt. Ein oder zwei Seiten vielleicht seien wert, gerettet zu werden; das Übrige müsse vernichtet oder völlig neu komponiert werden."
Manfred"-Sinfonie
Orchestermusik wie aus dem Starkstromaggregat
PeterTschaikowskis technisch anspruchsvolle Programmsinfonie "Manfred" wird eher selten aufgeführt.
13.01.2019
Vor 125 Jahren gestorben
Nadeshda von Meck – Tschaikowskys Mäzenin
Nadeshda von Meck war reich, großzügig, musikalisch und unterhielt eine der ungewöhnlichsten Brieffreundschaften – mit einem homosexuellen Komponisten, den sie fast nie gesehen hat: Peter Iljitsch Tschaikowsky hätte viele seiner großen Werke ohne sie wahrscheinlich nicht geschrieben.
14.04.2013
Die Staatsoper in Hannover (Bild: dpa / picture / alliance / Peter Steffen)
Eine musikalisch beglückende Aufführung
PeterTschaikowskys Oper "Eugen Onegin" in Hannover
Von Holger Hettinger
In der Staatsoper Hannover treibt Ivan Repusic das Staatsorchester in dieser Inszenierung von "Eugen Onegin" zu interpretatorischen Höchstleistungen - und bringt das Kolorit von Tschaikowskys Partitur zum Leuchten.
picture alliance / dpa / RIA Novosti / Alexei Danichev)
Putins Hofkapellmeister Valery Gergiev gastiert diesmal in New York (picture alliance / dpa / RIA Novosti / Alexei Danichev)
Schon im Vorfeld gab es Ärger in New York: Der russische Staatskünstler Valery Gergiev leitet einen Abend mit zwei Kurzopern von Tschaikowsky und Bartók.
Heute vor 90 Jahren: 5.2.1936 Charlie Chaplins Film "Modern Times" hat im New-Yorker Rivoli-Kino Premiere. Die Film-Musik basiert auf Chaplins Ideen, der in "Smile" auch als Sänger zu hören ist.
5.2.2014 Medienberichte enthüllen, dass die Werke des japanischenKomponistenMamoru Samuragochi seit 1996 nicht von ihm, sondern von Takashi Niigaki komponiert worden sind. Niigaki teilte auch mit, dass Samuragochi nicht - wie von ihm behauptet - taub sei.