Tschaikowsky, dessen Werke sie bewunderte, griff von Meck bis zu seinem Tode unter die Arme. Die Zahlungen waren allerdings an die Bedingung geknüpft, dass sie einander nie persönlich träfen. Auf diese Weise ist ein langjähriger, häufig surrealer Briefwechsel entstanden. 1880 engagiert sie Debussy als Klavierlehrer, -begleiter und Pianisten sowie den Geiger Wladislaw Pachulsky und den Cellisten Pjotr Daniltschenko, die zusammen das von-Meck-Trio bildeten.
"Ich spielte den ersten Satz. Nicht ein Wort, nicht eine Bemerkung - Ich fand die Kraft, das Konzert ganz durchzuspielen. Weiterhin Schweigen. ,Nun?‘ fragte ich, als ich mich vom Klavier erhob. Da ergoss sich ein Strom von Worten aus Rubinsteins Mund. Sanft zunächst, wie wenn er Kraft sammeln wollte, und schließlich ausbrechend mit der Gewalt des Jupiter Tonans. Mein Konzert sei wertlos, völlig unspielbar. Die Passagen seien so bruchstückhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär. Hier und da hätte ich von anderen stibitzt. Ein oder zwei Seiten vielleicht seien wert, gerettet zu werden; das Übrige müsse vernichtet oder völlig neu komponiert werden."
13.01.2019
Vor 125 Jahren gestorben
NadeshdavonMeck – Tschaikowskys Mäzenin
NadeshdavonMeck war reich, großzügig, musikalisch und unterhielt eine der ungewöhnlichsten Brieffreundschaften – mit einem homosexuellen Komponisten, den sie fast nie gesehen hat: Peter Iljitsch Tschaikowsky hätte viele seiner großen Werke ohne sie wahrscheinlich nicht geschrieben.
Von Marcus Stäbler
1885 schrieb Peter Tschaikowski an seine Vertraute NadeshdavonMeck: "Ich arbeite an einem komplizierten sinfonischen Werk, dessen Inhalt dermaßen tragisch ist, dass auch ich mich langsam in einen Manfred verwandle."
Und auch der plötzliche Abbruch der 14 Jahre währenden Brieffreundschaft zu der ihn großzügig finanziell fördernden reichen Witwe NadeschdavonMeck im Sommer 1890 setzte ihm schwer zu.
12.3.2018 Die New YorkerMetropolitan Opera entlässt James Levine mit sofortiger Wirkung. Eine interne Untersuchung habe glaubwürdige Beweise für sexuell missbräuchliches Verhalten ergeben.
12.3.2018 Anlässlich des Welttags gegen Internetzensur veröffentlicht "Reporter ohne Grenzen" eine "Uncensored Playlist": Die zu Pop-Songs umgewandelten Artikel handelten unter anderem von Polizeigewalt, Behördenkorruption oder der Verfolgung von Oppositionellen in China, Ägypten, Thailand, Usbekistan und Vietnam.
Heute vor 3 Jahren: 12.3.2023 Bei der Verleihung der Oscars in Los Angeles gewinnt Volker Bertelmann den Preis für die beste Filmmusik ("Im Westen nichts Neues"). Als bester Filmsong wird "Naatu Naatu" aus RRR augezeichnet (Musik: M. M. Keeravani; Text: Chandrabose).