…)
Als am 19. Juli 1920 in Anwesenheit von Lenin und Gorki eine Zeremonie am Denkmal für die Opfer der Februarrevolution auf dem Petrograder Marsfeld stattfindet, spielen 500 Musiker, begleitet von Kanonendonner, den „Trauermarsch“ aus der Götterdämmerung. „
Im Rahmen der Sendung berichten die Kuratoren Kasper König und Falk Wolf über ihre Reise in die Welt der nicht-akademischen Kunst, überdies erfahren wir von einem Lord, der einen Trauermarsch für seinen Kanarienvogel schrieb und von einem Komponisten, der ein großes Herz für fernmeldetechnisch aufgeschlossene Nacktdarstellerinnen hatte.
Entstanden sind oft außergewöhnliche Kunstwerke – lyrische Klagelieder und monumentale Hymnen, provokante Spottgesänge und Trauermärsche, ruhige Balladen und leidenschaftliche Appelle.
10 (1954)
I Tranquillo
II Quiéto, poco fluente
III Largamente un poco
IV Semplice assai, e calmo
Solo: Aya Gigandet, Sopran
BENT LORENTZEN (1935 - 2018)
Mund (1988)
Soli: Kirsten Drope, Sopran / Pauline Stöhr, Alt / Steffen Kruse, Tenor
PAUSE
NICOLAI WORSAAE (*1980)
Punch / Schlag (2025)
Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR
Soli: Risa Matsushima, Clémence Boullu, Sopran/ Pauline Stöhr, Sabine Czinczel, Alt / Johannes Mayer, Julius Pfeifer, Tenor / Philip Niederberger, Mikhail Shashkov, Bass
BENT SØRENSEN (*1958)
In Wahrheit singen (2022)
METTE NIELSEN (*1985)
Tidlig solopgang / Früher Sonnenaufgang (2022)
Soli: Aya Gigandet, Risa Matsushima, Dorothea Winkel, Sopran / Stefanie Blumenschein, Anna Padalko, Alt /Johannes Mayer, Johannes Kaleschke, Tenor
PER NØRGÅRD
Wie ein Kind (1979-80)
I Wiigen-Lied
II Frühlings-Lied
III Trauermarsch mit einem Unglücksfall
Soli: Wiebke Wighardt, Mezzosopran / Christopher Kaplan, Tenor
Mitwirkende
SWR Vokalensemble
Yuval Weinberg, Dirigent
ÜBER DIESES PROGRAMM
Ein Sonnenaufgang in Musik gesetzt; ein schlichtes, volkstümliches Strophenlied; eine Totenklage als selbstquälerische Gewissenserforschung; klingende Naturpoesie und existentieller Tiefgang: In ihrem Programm "Dänemark" gehen das SWR Vokalensemble und sein Chefdirigent Yuval Weinberg der Frage nach: "Was ist dänisch?"
Wer von Jazz-Kollegen akzeptiert werden will, muß daher die 500 Standards des Real Book auswendig spielen können - so wie ein klassischer Pianist die Mondscheinsonate oder Chopins Trauermarsch.