17.10.2019
Vor 275 Jahren gestorben
GiuseppeGuarneri schuf die teuersten Geigen der Welt
Für die meisten großen Geiger kommen eigentlich bis heute nur zwei „alte“ Instrumentenbauer in Frage, Antonio Stradivari und GiuseppeGuarneri, dem die Nachwelt den Beinamen „del Gesù“ gab.
Von Harald Eggebrecht
Nach allgemeiner Meinung gelten die Geigen, die der Italiener Antonio Stradivari oder sein Landsmann GiuseppeGuarneri del Gesù bis Mitte des 18. Jahrhunderts in Cremona bauten, als die uneinholbar besten der Welt.
Dafür war er bereit, mir seine GiuseppeGuarneri del Gesù zu leihen, ein Ausstellungsstück aus dem Laden und eine der am schönsten erhaltenen alten Geigen.
Im italienischen Cremona findet derzeit eines der aufregendsten und heikelsten Musikaufnahmeprojekte statt, die die Welt erlebt hat: Die 70.000-Einwohner-Stadt in der Lombardei ist berühmt für ihre Geigenbauer – der große Stradivari ist ein Sohn der Stadt, ebenso GuarneridelGesu, aber vor ihnen hat dort schon die Geigenbauerdynastie der Amati die feinsten Geigen, Violas und Cellos der Welt gefertigt.