Die BasementTapes: Der große Bob-Dylan-Schwindel
Von Johannes Waechter
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Bob Dylan wird am Sonntag 68 Jahre alt, aber anstatt ihm zum Geburtstag zu gratulieren, möchte ich zwei neue CDs zum Anlass nehmen, um an das große Ärgernis in seinem LP-Katalog zu erinnern: die BasementTapes.
ZEIT ONLINE: Sie haben in Ihren Büchern aus Folksongs oder auch aus den BasementTapes von Bob Dylan eine mythische Geschichtsschreibung der USA gelesen.
Im Keller eines rosa angepinselten Hauses, dass sie Big Pink nannten, schrammelten sich Dylan und The Band allen Ärger von der Seele mit Songs, die als "BasementTapes" bis in dieses Jahrtausend CD-Boxen füllen.
Die BasementTapes entstanden dort, Dutzende Songs aus dem reichen Schatz und Bodensatz Amerikas, die von Outlaws, Freaks, armen Schweinen und irren Begebenheiten erzählen, abgemischt mit Dylans surrealem Humor.
Also jammte er regelmäßig mit seiner Band „The Band“ im Keller eines Hauses in der Nähe von Woodstock, und dabei nahmen sie das auf, was heute als TheBasementTapes allgemein bekannt ist.
26.4.1792 Rouget de Lisle widmet dem Straßburger Gouverneur, Graf Luckner, den "Chant de guerre pour l’armée du Rhin". Das Lied wird wenige Monate später als "Marseillaise" bekannt.
26.4.1841 Im Pariser "Salle Pleyel", der bereits vor der offiziellen Konzertankündigung zu drei Vierteln ausverkauft war, feiert Frederic Chopin den wohl größten Thriumph seiner Karriere.