24. September 2010 - 17:35 Uhr
Krefeld
HeinrichBand: Der Tango-Revoluzzer
Ab Sonntag wird in der Fabrik Heeder beim Bandoneon-Festival das verfeinerte Akkordeon gefeiert.
HeinrichBand
Erfinder des Bandonions (1821-1860)
Klaus Schmidt-Hertzler (Krefeld)
Ein 100-töniges Bandoneon, vertrieben von der Firma H. Band & J. Dupont (Inhaber: Wwe.
Etwa zur gleichen Zeit wie Charles Wheatstone arbeitete auch ein anderer wichtiger Protagonist der Konzertina-Geschichte in einem Musikladen: HeinrichBand.
Seine unverwechselbare, melancholische Stimme erhält der Tango durch ein Musikinstrument, das deutsche Einwanderer nach Argentinien mitbrachten: Eine kleine Ziehharmonika aus der Werkstatt von HeinrichBand in Krefeld, dem Bandoneon.
Das Bandoneon, das Hauptinstrument des Tango, war im 19. Jahrhundert von dem Deutschen HeinrichBand erfunden worden und über Umwege in die Kaschemmen von Buenos Aires und Montevideo gelangt, von wo es eine ganz eigene Karriere startete.
Assimilierte sich im argentinischen Tango – als Bandoneon, der vom Krefelder HeinrichBand in seine endgültige Form gebrachte Akkordeon-Ableger, im südafrikanischen Township-Jive, im brasilianischen Forró, im Cajun der Südstaaten, bei den Schrammeln und der Stubnmusi in Österreich natürlich.
26.4.1792 Rouget de Lisle widmet dem Straßburger Gouverneur, Graf Luckner, den "Chant de guerre pour l’armée du Rhin". Das Lied wird wenige Monate später als "Marseillaise" bekannt.
26.4.1841 Im Pariser "Salle Pleyel", der bereits vor der offiziellen Konzertankündigung zu drei Vierteln ausverkauft war, feiert Frederic Chopin den wohl größten Thriumph seiner Karriere.