Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.
Schicksallos, wie der schlafende
Säugling, atmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
In bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seligen Augen
Blicken in stiller
Ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
Zum Tod von Coco Schumann
Der Swing hat ihn gerettet
„La Paloma“ als Schicksalslied: Coco Schumann wurde mit 13 vom Jazzvirus infiziert, überlebte Auschwitz und drehte mit Heinz Erhardt.
Begegnung auf menschlicher und musikalischer Ebene
Programmatisch ist jedoch ein Qualitätsprodukt entstanden, eine Art Tour de Force durch ein Jahrhundert deutscher und russischer Musik, von Robert Schumanns "Requiem für Mignon" (1849) über Peter Tschaikowskis Jugendwerk "Romeo und Julia" (1869) und dem fast gleichzeitig, um 1869, entstandenen "Schicksalslied" von Johannes Brahms bis hin zu Igor Stravinskys avantgardistisch-erhabener "Psalmensymphonie" von 1930.