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Der Rebétiko
Eine andere Musikrichtung, aber wie die Smyrnéika städtischen Ursprungs, entwickelt sich ab etwa 1900 in den größeren Städten Griechenlands, insbesondere im Hafen von Piräus.
In ihrer engsten Nachbarschaft, vor allem in Hafenstädten wie Piräus oder Thessalonike, hatte sich seit Ende des 19. Jahrhunderts eine eigene Subkultur entwickelt.
Ursprünglich war sie ein Instrument der Griechen in Kleinasien, dann kam sie mit den in den zwanziger Jahren aus Kleinasien vertriebenen Griechen nach Athen und Piräus und wurde dort zum Instrument des Untergrundes: der Armen, Illegalen und Kriminellen.
Importierten die aus Kleinasien einwandernden Griechen den Rembetiko mit der Bouzouki als typischem Instrument in die Hafentavernen von Piräus, so brachten die Immigranten, die in großer Zahl nach Kreta kamen, eine Musik mit, die mit ihren typischen anderthalb Tonschritten oder auch mit den Vierteltönen ausgesprochen orientalisch klang.