Darin komponierte er so zwölftönig wie ungebunden, und im verzweifelten Finale führt er die vier Instrumente zum berühmtesten Liebesakkord der Musikgeschichte, zu Wagners Tristanakkord.
von Volker Hagedorn
7. März 2013 06:35 Uhr
Gerade heiß laufenden Wagnerianern möchte man empfehlen, sich mal ein paar Madrigale und Motetten von einem anderen Jubilar anzuhören, einem, der vor 400 Jahren starb und dem der Tristanakkord allenfalls ein feines Lächeln abgerungen hätte.
Richard Wagners berühmter, nicht aufgelöster Tristan-Akkord etwa verstörte das Publikum lange Zeit, heute zuckt man eher mit den Achseln, wenn einem die Besonderheit überhaupt noch auffällt.
Das Stück beginnt als amerikanischer Ragtime und zitiert dann das Vorspiel zu Wagners Tristan und Isolde, um sich mit lachenden Figuren in der rechten Hand über den sagenumwobenen Tristan-Akkord und den Wagnérisme des französischen Fin de Siècle lustig zu machen.
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