Unter Leitung des österreichischen Außenministers Fürst von Metternich wurden 1814/15 in Wien zahlreiche Grenzen in Europa neu definiert. In den ersten Wochen des Wiener Kongresses spielte die Politik nur eine Nebenrolle: Die Hofgesellschaften Europas feierten rauschende Ballnächte („Der Kongress tanzt!“), die ihre Fortsetzung im Wiener Opernball fanden.
Der Walzer ist ein Drehtanz – und der wird dann plötzlich während des WienerKongresses getanzt – da ist ja quasi der Ursprung des Wiener Opernballs und da wurde sehr viel getanzt, es gibt ja den Spruch: ‚Der Kongress tanzt‘ (…)."
Um die Jahreswende 1814/1815 befand sich der Komponist auf der Höhe seines öffentlichen Ruhmes und wurde während des WienerKongresses von den Oberhäuptern der europäischen Fürstenhöfe gefeiert.
Das politische Prinzip der "balance of power" wurde Vorbild für internationale Friedensverhandlungen, vom WienerKongress über die Haager Konvention bis hin zum Friedensabkommen von Camp David.
Gielen machte die Frankfurter Oper zum wichtigsten Opernhaus des Landes
Beethovens Kraft der Verinnerlichung sei es gewesen, die "den Vormarsch der Reaktion bis zum WienerKongress und zum Biedermeier" reflektierte.
Nach dem Sieg über Napoleon, als Europas Herrscher beim WienerKongress zusammentrafen, um den Kontinent neu zu ordnen, konnte Beethoven Alexander I. persönlich begegnen.