Schon in den letzten beiden Spielzeiten bewies die StuttgarterStaatsoper, dass sich Intellektualiät und Sinnlichkeit mühelos zu einem Gesamtklang fügen können – zumindest wenn man einen Intendanten wie Jossi Wieler hat, der mit seinem Langzeitdramaturgen Sergio Morabito vor allem die Klassiker der Opernliteratur neu und tief befragt.
Es war ein Kulturschock anderer Art, der viel zu tun hat mit dem Weg einer Provinzlerin aus Asien, die es sich nicht hätte träumen lassen, als erste Frau in Deutschland eine Professur für Komposition zu bekommen, zu den Großen ihrer Kunst zu zählen, für Donaueschingen, für den Rundfunk, für die StuttgarterOper zu schreiben.