Nach Militärzeit und Schauspielunterricht konnte er 1950 als Nachtklubsänger am Broadway erste Erfolge erzielen. Die Musik der westindischen Inseln bestimmte sein erstes erfolgreiches Album "Calypso" (1956), das bereits seine größten Erfolge wie den "Banana Boat Song" und "Matilda" enthielt. Daneben wirkte er als Schauspieler in zahlreichen Filmen mit und engagierte sich in der Bürgerrechtsbewegung, der Friedensbewegung und für UNICEF. Auch am Projekt "We are the World (USA for Africa)" und in der Antiapartheidsbewegung war Belafonte maßgeblich beteiligt.
Nachwuchsförderung war Belafonte ebenfalls ein Anliegen. Er lud junge Künstler zur Zusammenarbeit ein und trug somit zu ihrer Sichtbarmachung bei. Von diesem Ansatz haben u.a. Miriam Makeba, Nana Mouskouri und Tyron Ricketts profitiert. Seine Leidenschaft zur Bildung manifestierte sich nicht zuletzt in der Mitbegründung des Action Lab, mit Sitz in Ossing, New York. Die Einrichtung regt mit disziplinenübergreifenden Projekten zur Auseinandersetzung mit brennenden Fragen an. Belafonte sind zahlreiche Ehrungen zuteil geworden. Zuletzt wurde er am Ende 2020 mit dem Career Achievement Award des Los Angeles Film Critics Association ausgezeichnet.
HarryBelafonte
Mit 96 Jahren "Calypso"-King HarryBelafonte gestorben
Stand: 25.04.2023 18:44 Uhr
Berühmt machten HarryBelafonte seine von Leichtigkeit geprägten "Calypso"-Songs.
Und wenn sie politisch unliebsam auffiel: als Miriam Makeba, die zuvor als Tourneepartnerin HarryBelafontes die Studenten der Vereinigten Staaten und Kanadas begeistert hatte und zur schwarzen Königin des Folk aufgestiegen war, 1968 den Black-Power Aktivisten Stokely Carmichael heiratete, mußte sie das Land verlassen.