Ton in der Dur-Moll-Tonalität, der die Erwartung einer Weiterführung bzw. Auflösung in einen um einen Halbton höher oder tiefer liegenden Zielton weckt. So erzeugt die Septime einer Dur- oder Molltonleiter - in diatonisch geprägten Ohren - das Bedürfnis zur Auflösung zur eine kleine Sekunde höher liegenden Oktave (In C-Dur ist h der Leitton zum c). Dieser Effekt wird in Kadenzen durch Einsatz von Dominantakkorden angewendet. Ein weiteres Beispiel sind Vorhalt-Akkorde, bei denen die Quarte als Leitton zur Terz "strebt".
Musiker wissen sehr genau, dass es sich dabei um tönend bewegte, in Schwingung versetzte Luft handelt, die sich, vom ersten bis zum letzten Ton, aus Spannungszuständen zusammenfügt, was viel Kraft verlangt, etwa für lange Crescendi, für Legatobögen, Leittöne, Dissonanzreibungen, und was beim Hörer wiederum Adrenalin ausschüttet und Affekte stimuliert, Glut erzeugt, Wut, Jubel, Liebe, Trauer, Hass und andere Aufgeregtheiten.
Zu den weiteren Charakteristika des nordischen Tons, abgeleitet aus der Volksmusikkultur, gehört sicherlich der Einbezug von Tanzrhythmen und -melodien, wie beispielsweise die Verwendung von Bordunklängen, schroffe Wechsel zwischen Dur und Moll oder Melodien, die statt im Grund- oder Akkordton im Leitton einsetzen und eine Leittonwirkung in ihren Schluss-Kadenzen vermeiden.
31.5.2020 Nach 16 Stunden bringt Igor Levit das Werk "Vexations" von Erik Satie in Berlin zum Ende. Levit will mit der live im Internet übertragenen Aufführung auf die Notlage vieler Künstler in der Corona-Krise aufmerksam machen.
Heute vor einem Jahr: 31.5.2025 Taylor Swift gibt bekannt, dass sie die Rechte an den Masteraufnahmen ihrer ersten sechs Alben zurückgekauft hat. Zwischen 2021 und 2023 hatte sie diese Alben neu aufgenommen und als »Taylor’s Version« veröffentlicht.