Erik Satiekomponierte das Klavierstück1893. Vexations ist ein frühes Beispiel für atonales und repetitives Komponieren und besteht aus einem Thema und zwei Variationen. Die nur eine Seite umfassende Partitur soll 840 Mal wiederholt werden. Satie schreibt hierzu: "Um dieses Motiv 840 Mal hintereinander zu spielen, wäre es ratsam, sich vorher in tiefster Stille und vollkommener Bewegungslosigkeit vorzubereiten". Bis heute ist unklar, ob es sich bei "Vexations" um einen musikalischen Scherz Saties handelt. 1963 wurde das Werk auf Intiative von John Cage erstmals vollständig aufgeführt. Zehn Pianisten - darunter Cage - spielten abwechselnd mehr als 18 Stunden.
31. Mai Nach 16 Stunden bringt Igor Levit das Werk "Vexations" von Erik Satie in Berlin zum Ende. Levit will mit der live im Internet übertragenen Aufführung auf die Notlage vieler Künstler in der Corona-Krise aufmerksam machen.
Es ging schneller als geplant und war doch ein künstlerischer Kraftakt: 15 Stunden und 29 Minuten lang spielte der Pianist Igor Levit die "Vexations" von Eric Satie.
Fazit | Beitrag vom 29.05.2020
Igor Levit spielt 20 Stunden Satie
Ein Werk „wie ein stummer Schrei“
Igor Levit im Gespräch mit Britta Bürger
20 Stunden am Klavier: Igor Levit will Erik Saties „Vexations“,
Duchamps und Cage treffen sich in Amerika, spielen zusammen Schach, Merce Cunningham gehört dazu, dann geht es weiter über Bruce Nauman und Warhol, Warhol hört die ’Vexation’ von Satie in der Wiederentdeckung von Cage ... Da spielt John Cale mit der Esther Naher bei Velvet Underground, bei der Band, die Warhol protegiert, Warhol kommt selber auf die Idee - durch diese ’Vexation’ von Satie -, dass diese Wiederholung etwas ganz Besonderes hat, was ganz Eigentümliches, macht Empire State Building, diese großartigen Filme, die sozusagen immer endlos laufen und nur ein Bild zeigen ... Es ist wirklich so ein Kontinuum von 1912 bis 2012.