Rudi Goguel schrieb über die Aufführung des Liedes am 27. August 1933:
„Die sechzehn Sänger, vorwiegend Mitglieder des Solinger Arbeitergesangsverein, marschierten in ihren grünen Polizeiuniformen (unsere damalige Häftlingskleidung) mit geschulterten Spaten in die Arena, ich selbst an der Spitze in blauem Trainingsanzug mit einem abgebrochenen Spatenstiel als Taktstock. Wir sangen, und bereits bei der zweiten Strophe begannen die fast 1000 Gefangenen den Refrain mitzusummen. [...]
Von Strophe zu Strophe steigerte sich der Refrain, und bei der letzten Strophesangen auch die SS-Leute, die mit ihren Kommandanten erschienen waren, einträchtig mit uns mit, offenbar, weil sie sich selbst als ‚Moorsoldaten‘ angesprochen fühlten. [...]
Bei den Worten ‚… Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit den Spaten ins Moor‘ stießen die sechzehn Sänger die Spaten in den Sand und marschierten aus der Arena, die Spaten zurücklassend, die nun, in der Moorerde steckend, als Grabkreuze wirkten.“
Kalenderblatt | Beitrag vom 27.08.2018
85 Jahre "Moorsoldaten"
Ein Lied aus dem KZ geht um die Welt
Von Regina Kusch
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Mit dem "Moorsoldatenlied" wollten die Häftlinge des KZ Börgermoor protestieren – gegen die unmenschliche Behandlung durch die SS-Aufseher.
Der heimliche Aufmarsch“ von Hanns Eisler und Erich Weinert wirkt heute wie eine Vorahnung der Katastrophe:
Das sicher bekannteste Lied aus den ersten Jahren der NS-Diktatur ist „DieMoorsoldaten“.
kennen: der Freund und Helfer, was die praktischen Dinge des Lebens betrifft; schreibt erste Lieder (wie Pauvre Martin, sein Pendant zu den Moorsoldaten von 1933);
8.2.2004 Bei den Grammy Awards in Los Angeles werden u.a. Outcast ("Best Album": "Speakerboxxx/The Love Below") und Coldplay ("Best Record": "Clocks") ausgezeichnet.