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21862 Artikel online | 6 (auch "Lied von der Loreley")
Das Gedicht von Heinrich Heine (1824) bezieht sich auf Clemens Brentanos Kunstsage "Loreley". Mit der Melodie von Friedrich Silcher (1837) wurde "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" zum Volkslied.
Text
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan. Kontext
Brentano,Clemens | Gesang | Heine,Heinrich | Lied | Loreley | Melodie | Rhein | Silcher,Friedrich | Volkslied | Kategorie "Die Lore-Ley"
Übergeordnete Kategorien (2): Silcher,Friedrich | Volkslied |
Stand: 31.03.2026, letzte Änderung: 29.08.2021
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