Tonband, auf dessen Spuren eine Aufnahme-Session festgehalten wird, bevor es dann auf eine Single, LP oder CD abgemischt wird. In den 60er Jahren enthielten die Mastertapes noch lediglich vier Spuren, so dass z.B. George Martin im Ping-Pong-Verfahren mehrere Instrumente auf einer Spur unterbringen musste. Inzwischen stehen selbst im Homerecording-Bereich 16 und mehr Spuren zur Verfügung und die Aufnahmen werden digital auf Festplatten gesichert. Verbreitet sind auch sogenannte remasterte CDs, bei denen die ursprünglichen Mastertapes nachbearbeitet und neu abgemischt werden (ADD-Verfahren)
Nachruf Terry Callier
Es ist dir egal, es ist dir egal
Er nahm das Mastertape mit zum Indianerstamm und sein Album fand sich im Schaufenster eines Antiquitätenladens.
Dafür muss er kleine Labels ausfindig machen, von denen es viele gar nicht mehr gibt, er muss Platten und Masterbänder suchen - und möglichst schnell finden, denn: am 30. November muss das fertige Produkt bereits im Laden stehen.
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Im Jazz ist ein gängiger Trend, dass alte Masterbänder aus den 50er-, 60er-, und 70er- Jahren wieder hervorgeholt, neu abgemischt, mit neuester Studiotechnik noch einmal digitalisiert und dann als sogenanntes digitales Master in HiRes verkauft werden.
Foto: Promo
Anfang der nuller Jahre war Ata Kak wieder in seine Heimatstadt Kumasi zurückgekehrt, das Dat-Mastertape hat die Hitze in Kumasi nicht überlebt.
Wenn man einmal ein originales Masterband aus dem Studio gehört hat und dann davon den Vinylschnitt, der dann vielleicht auch noch tausendfach vervielfältigt, ganz am Ende der Kette steht, ist man eigentlich mehr enttäuscht."
Er prozessiert gegen seine alte Plattenfirma um die Rechte an den Mastertapes seiner ersten drei Alben – und bezeichnet sich dabei als Opfer einer internationalen Verschwörung, an deren Spitze die Königin von England stehe.