Wagner spielt mit einer BonIver-esquen Stimmentfremdung
Nun könnte man glauben, dass „Flotus“ auch ein dezidiert politisches Album wäre – dem ist aber nicht so.
In einem "stream of conscioussness" seien die 16 Songs entstanden, sagt Swift, darunter sind Kollaborationen mit dem Produzenten Jack Antonoff, mit BonIvers Justin Vernon – die meisten jedoch mit Aaron Dessner, Kopf von The National.
Weniger weil Gabriel Coverversionen mehr oder minder hipper Indierocker wie BonIver, Regina Spektor und Arcade Fire singt, sondern weil er das ohne Schlagzeug und Gitarre zu konsequent minimalistischen Orchester- und Kammermusikarrangements tut.
Größter Geniestreich ist aber das finale Lost in the World: Das wehmütige Gewinsel des Folk-Eremiten BonIver wird per Autotune-Effekt aufgefächert, ehe es in einen galoppierenden Dancefloor-Stampfer übergeht, der in ein Sample von Gil Scott-Herons wütender Who will survive in America-Brandrede aus dem Jahr 1970 mündet.
Oder die Waldschrate von BonIver, die von langen aufreibenden Wintern in Wisconsin singen und dafür in den Rockarenen überall auf der Welt bejubelt werden, als ob sie ekstatischen Sex zur Aufführung brächten.
dem Abschluss seiner „New History Warfare“-Trilogie, zwischen Jazz, Drone, Elektroakustik und auch poppigen Klängen - insbesondere in den Songs mit Bon-Iver-Bandkollege Justin Vernon am Gesang - pendelt.
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