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Scelsi studierte Komposition und Harmonielehre bei Giacinto Sallustio in Rom, Anfang der 1930er Jahre bei Egon Köhler in Genf und 1935/1936 Zwölftontechnik bei Walter Klein in Wien. Zwischen 1947 und 1952 gab er aufgrund einer psychischen Krise das Komponieren auf. Hiernach begann sein überaus produktives Spätwerk.
Typisch für Scelsis Kompositionsstil war der Einsatz von Mikrointervallen, die einen „sphärischen Klang" erzielen sollten. Durch Reisen nach Indien und in andere asiatische Länder wurden u.a. Gamelan, Ragas, Maquams und Gagaku zu weiteren Einflüssen. Seine Werke improvisierte er auf einem Klavier oder einer Ondioline und zeichnete sie auf Tonband auf. Anschließend übertrugen unbekannte Transkriptoren das Gehörte in Notenschrift. In Scelsis Nachlass fanden sich mehr als 900 derartige Tonbänder.
Werke (Auswahl)
„Action Music No. 1“ – Klavierzyklus (1955)
„Tre pezzi“ (1956)
„Quatro pezzi su una sola nota“ – (vier Stücke über eine einzige Note) für Orchester (1959)
„Aion“ – der Gottheit Brahma gewidmetes Orchesterwerk (1960)
„Uaxuctum“ – Komposition für Chor und Orchester (der Titel bezieht sich auf die Stadt Uaxactún, die der Legende nach von den Mayas selbst zerstört wurde)
„Konx-OM-Pax“ für Chor und Orchester (1969)
„Pfhat“ für Chor und Orchester (1974)
"Pwyll" für Flöte Solo (1954)
| 1905 | 8. Januar * Giacinto Scelsi (La Spezia, Italien) |
| 1988 | 9. August † Giacinto Scelsi (Rom) |
Stand: 30.11.2025, letzte Änderung: 02.05.2025
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