Unter dem Namen „Metropol-Theater" fanden hier die weltweit beachteten Premieren der großen Operetten und Revuen von Franz Lehar, Emrich Kalman oder Paul Abraham statt.
Dazu berühmte U-Musiker, der Operettenkönig EmmerichKálmán oder Friedrich Hollaender, der Komponist des Blauen Engels, und rund neunzig Musikwissenschaftler.
Kurt Weill selbst nannte sein Werk eine Operette, aber nicht etwa im Stile eines Kalmán oder Lehár, was er explizit als "Wiener Operetten-Schund" abgetan hat.
Einst gefeierte - aber jüdische - Operettenkomponisten wie EmmerichKálmán, Leo Fall, Paul Abraham oder Leon Jessel, oder auch Starsänger wie Richard Tauber wurden auf Bildtafeln mit verzerrten Gesichtern als "geistig krank" dargestellt.
Als Komponisten wie Friedrich Hollaender, Paul Abraham oder EmmerichKálmán von den Nazis verfolgt und ihre Werke verboten wurden, sei Lincke dann ziemlich einsam gewesen unter den Prominenten.
Unter den Linden sang er, wenn auch keine Operetten wie in der Kálmán-Aufnahme unter Richard Bonynge, aber doch alles, was für einen lyrischen Tenor anfällt, vom Peter Iwanow in Lortzings "Zar und Zimmermann" bis zum "Zauberflöten"-Tamino.
Der Erste Weltkrieg ist nur eine Zäsur – gerade danach erlebt das Genre eine fieberhafte Blüte: mit neuen Musikstilen, mit Schlager und Tanzrhythmen, aber auch Puccini- und Wagneranklängen, mit Komponisten wie EmmerichKálmán, Oscar Straus, Leo Fall.
Heute vor 15 Jahren: 13.2.2011 Anlässlich der 53. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles wird Christopher Tin in der Kategorie "Bestes Instrumentalarrangement als Gesangsbegleitung" für das Lied "Baba Yetu" ausgezeichnet. Damit erhält Tin als erster Komponist einen Grammy für ein Musikwerk, das für ein Videospiel erschaffen wurde.