Anderson komponiert für diverse Medien und Besetzungen. Sein Werk umschließt viele Gattungen der Kunstmusik, von Solowerken bis hin zu Opern oder Sinfonien. Des Weiteren ist sein Schaffen von Kontrasten geprägt, die werkspezifische Integration unterschiedlichster klanglicher Elemente ist ein Kernaspekt seines Stils. Zugleich sind bestimmte Merkmale häufig anzutreffen. Zu diesen zählt der Einfluss von Volks- und Popularmusik, wobei Anderson aus verschiedenen Musikkulturen und Strömungen schöpft. Er hat u.a. Alphornmusik, den Chorowod und GamelanMusik sowie Jazz, Disco und Rock beherzigt. Zudem lassen viele Werke auf die Nähe zu ausgewählten Strömungen zeitgenössischer Kunstmusik wie z.B. Neo-Tonalität, Spektralmusik oder elektroakustischer Musik schließen.
Trotz der Erkennbarkeit einschlägiger Merkmale sieht Anderson davon ab, eigene Werke mit Begriffen wie "Avantgarde", "Musikkollage" oder "Programmmusik" zu beschreiben. Stattdessen bevorzugt er, Künstlern und Zuhörern möglichst viel Freiheit bei der Interpretation und Wahrnehmung zu lassen. Ebenfalls wichtig ist Anderson die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen. So ist z.B. das 1987 begonnene Werk "Khorovod" vor dem Hintergrund des zeitgleich erfolgten Wandels osteuropäischer Länder vom Kommunismus oder Sozialismus zur Demokratie entstanden. Die feierliche Grundstimmung von "Khorovod" kann als Ausdruck der Freude und Hoffnung verstanden werden.
Andersons Werke wurden und werden von den Häusern Faber und Schott verlegt. Des Weiteren liegen zahlreiche Aufnahmen mit renommierten Solisten und Klangkörpern vor.
Tonart | Beitrag vom 29.03.2016
Solokonzert von JulianAnderson
Die Violine als Dichter
Von Philipp Quiring
JulianAnderson zählt zu den etablierten britischen Komponisten der Gegenwart.
Der englische Komponist JulianAnderson hat für die Geigerin Carolin Widmann ein Violinkonzert geschrieben, dem er den Titel eines Gedichts Hölderlins gegeben hat. "
Heute vor 15 Jahren: 13.2.2011 Anlässlich der 53. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles wird Christopher Tin in der Kategorie "Bestes Instrumentalarrangement als Gesangsbegleitung" für das Lied "Baba Yetu" ausgezeichnet. Damit erhält Tin als erster Komponist einen Grammy für ein Musikwerk, das für ein Videospiel erschaffen wurde.