Egk begründete seine Karriere durch Nähe zum Hitler-Regime. So schrieb er die Musik für den HJ-Film "Jungens" mit dem "Marsch der deutschen Jugend" zu einem Text von Hans Fritz Beckmann („Fahren, Fahren wir, Die Fahne weht voran! Groß-Deutschland heißt unser stolzes Schiff, drauf stehn wir, Mann für Mann“) und war auf der 1944 erstellten Gottbegnadeten-Liste als wichtiger Komponist des NS-Staates zu finden.
Trotz seiner NS-Nähe kam Egk auch in Nachkriegsdeutschland zu zahlreichen Posten: 1950 wurde er Präsident des von ihm mitbegründeten Deutschen Komponistenverbandes und Vorsitzender des Aufsichtsrates der GEMA, 1968 Präsident des Deutschen Musikrates.
Darunter manch einer, der wie WernerEgk, Carl Orff, Karl Böhm und Herbert von Karajan, auch nach dem Dritten Reich die Glanzlichter im Musikleben setzt...
Komponist der Stunde Null" nicht so sehr für die Musik wie für das kulturelle Netzwerk, das dieser eloquente Künstler nach dem Krieg in der westdeutschen Musik- und Opernszene aufbaute - nicht zuletzt durch eine intensive briefliche Korrespondenz mit der Wagner-Familie, mit den Opernintendanten Rolf Liebermann und Heinz Tietjen, mit Komponistenkollegen wie WernerEgk und vielen anderen.
Heute vor 15 Jahren: 13.2.2011 Anlässlich der 53. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles wird Christopher Tin in der Kategorie "Bestes Instrumentalarrangement als Gesangsbegleitung" für das Lied "Baba Yetu" ausgezeichnet. Damit erhält Tin als erster Komponist einen Grammy für ein Musikwerk, das für ein Videospiel erschaffen wurde.